Musica Sacra 2006 - Prolog |
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MUSICA SACRA PIBER - das kleine, aber feine Festival der Kirchenmusik in der Weststeiermark - bot nach sehr positivem Echo zu den Konzertreihen 2003, 2004 und 2005 den Freunden der Geistlichen Musik im Jahr 2006 eine weitere Serie interessanter Kirchenkonzerte: Hochkarätige Interpreten und international anerkannte Virtuosen der vokalen und instrumentalen Sakralmusik werden 2006 in der Romanischen Pfarrkirche Piber gastieren. Johann PACHELBEL wurde am 1. September 1653 in Nürnberg geboren. Er erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der St. Lorenzschule in seiner Heimatstadt durch Heinrich Schwemmer und Georg Kaspar Wecker, später in Regensburg durch Prentz.1673 zog er nach Wien, wo er durch Johann Caspar Kerll beeinflusst wurde. 1677 wurde er Hoforganist in Eisenach. Da sein Dienstherr Herzog Johann Georg von Sachsen-Eisenach aber ein Jahr später verstarb, zog er nach Erfurt und trat am 19. Juni 1678 den Posten der dortigen Predigerkirche an. Hier blieb er zwölf Jahre und stand in dieser Zeit in engem Kontakt zur BACH-Familie: Er war Lehrer von Johann Christoph, dem Bruder Johann Sebastians, und Taufpate von dessen Schwester Johanna Juditha. Johann Sebastian Bach, der nach dem Tod der Eltern von seinem Bruder Johann Christoph erzogen wurde, war somit Enkelschüler von Pachelbel. Obwohl Johann Pachelbel in Erfurt als Organist und Komponist großen Erfolg hatte, ging er 1690 fort, um am 1. September eine Stelle als Organist am Stuttgarter Hof anzutreten. Schon 1692 zwang ihn jedoch die Invasion der Franzosen in Süddeutschland, Stuttgart wieder zu verlassen. Er ging zunächst für kurze Zeit zurückbin seine Heimatstadt Nürnberg, trat dann aber am 8. November 1692 eine Stelle als Organist in Gotha an. Nach dem Tod seines ehemaligen Lehrers Wecker am 20.4.1695 bot ihm die Stadt Nürnberg ohne vorheriges Probespiel die Stelle des Organisten an der St. Sebalduskirche an. In dieser Position verblieb er bis zu seinem Tod am 9. März 1706. Johann Pachelbels Werke waren zu seinen Lebzeiten durch Abschriften in ganz Deutschland verbreitet. Heute dagegen - sieht man einmal von seinen Orgelwerken sowie Canon und Gigue für Streicher und b.c. ab - ist sein Schaffen kaum mehr bekannt, obwohl Pachelbels Oeuvre fast alle Gattungen seiner Zeit umfasst. Die SONNTAGSMATINEEN von MUSICA SACRA PIBER 2006 haben somit einen großen Meister geehrt, dessen Todestag sich 2006 zum 300. Mal jährte. Karten: € 15,-- |