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MUSICA SACRA PIBER hat die Konzertreihe 2008 mit "ORGEL plus"überschrieben. Vier der fünf Konzerte haben auf dieses Leitwort Bezug genommen, sie haben den Orgelklang mit Instrumenten oder Stimmenverbunden bzw. ergänzt. Eine sehr reizvolle Aufgabenstellung für die hochkarätigen Künstlerinnen und Künstler, die wir 2008 für Piber gewinnen konnten. Aus der unübersehbaren Vielfalt der MUSICA SACRA haben sie sehr kontrastreiche und interessante Werke für uns ausgewählt: Jeder Konzertabend hatte ein in sich geschlossenes Programm, das jeweils einem geistlichen Motto zugeordnet war. Den Hauptstrang bildeten dabei große und kleine Orgelwerke von Meistern des 14. bis zum 20. Jahrhundert.
ORGEL plus SAXOPHON(E): Eröffnet hat die diesjährige Serie am Sonntag, 9. März 2008 der St. Pöltener Organist und Leiter der „cappella incognita", Marcus HUFNAGL. Gemeinsam mit dem Saxophonisten Lukas RECKENZAIN wurde über Kirchenchoräle der Passionszeit "O Mensch, bewein dein Sünde groß" improvisiert und unterstützt mit Lichteffekten für die HörerInnen beeindruckende Klangwelten erschlossen.
Patronanz: CAFÈ - BÄCKEREI LEX, STAINZ
Im zweiten Konzert „ORGEL plus GREGORIANIK"am Sonntag, 4. Mai - gastierten der junge deutsche Organist und Professor für Orgel an der Grazer Kunstuniversität, Gunther ROST und die Damen der GRAZER CHORALSCHOLA (Ltg. Franz Karl Praßl). Den Orgelwerken wurden unter dem Leitwort "EVA, MARIA: SALVE REGINA!" Marianische Gesänge im Gregorianischen Choral spannungsvoll gegenübergestellt: "Im Wonnemonat Mai ist viel von der Liebe die Rede, von der geistigen wie von der fleischlichen. In vielen Sprachen gibt es - im Unterschied zum Deutschen - dafür zwei Worte, amor und caritas, z.B. bei den alten Lateinern. Das spiegelt sich im Konzertprogramm wider: Die Königin der Instrumente wird auf ihre Weise von den Freuden des Eros tönen, die Damen der Grazer Choralschola singen von der Marienminne, von der geistlichen Vereinigung von Braut und Bräutigam mit den Worten des „"Hohenliedes" und der Psalmen. Beide Wege führen den Menschen über sich selbst hinaus und zu Gott, denn beiden ist eines gemeinsam: ein "JA", das dem Anruf Gottes und dem Anruf eines Menschen gilt. In dieser Hinwendung zu einem DU ist wahres Glück zu finden. Auf diese Pfade führt uns an diesem Abend Musik, die in einer großen Spannbreite zwischen den Jahren 800 und 2000 entstanden ist. Sie vermittelt uns in zeitbedingten Klängen zeitlose Botschaften über den Sinn menschlichen Lebens." ( Franz Karl Praßl )
Patronanz: APOTHEKE ZUM HL. SCHUTZENGEL, KÖFLACH
Die Symmetrieachse der heurigen Konzerte bildete ein sehr kostbarer Abend ohne Orgelmusik: BAROCKLAUTE solo am Sonntag, 8. Juni! Der in Wien als freischaffender Lautenist lebende Hubert HOFFMANN (in Piber schon bekannt durch seine mehrmaligen Auftritte im Ensemble SAITSIING) präsentiert einzigartige Lautenmusik des Barockkomponisten und Zeitgenossen Johann Sebastian Bachs, Silvius Leopold Weiss (1686-1750).
Hubert Hoffmann, der in Piber mit diesem Programm seine Europatournee 2008 begann, zu seinem Konzert, überschrieben mit "Meine Seel' erhebt den Herren": "Wenn es wahr ist, dass die Laute wie kein zweites Instrument unsere Herzen fühlen, ja unsere Seelen singen lassen kann, dann verspricht dieser außergewöhnliche Konzertabend im alle Sinne anregenden Raum der Pfarrkirche von Piber ein besonders tiefes Erlebnis auch der oftmals vom Alltagslärm überlagerten Regionen unseres Daseins zu werden. Nie hat die Laute machtvoller gesprochen, nie zärtlicher angerührt als in den Tonschöpfungen des Dresdener Kammerlautenisten Silvius Leopold Weiss, unbestritten der Erste unter den Komponisten in der langen Geschichte dieses nobilitierten Instrumentes."
Patronanz: SIEDLUNGSGENOSSENSCHAFT KÖFLACH
Zum vierten Konzert „ORGEL plus DUDELSACK" am Sonntag, 22. Juni, konnten wir mit Liuwe TAMMINGA einen wahren Spezialisten und „Weltkünstler" frühbarocker Orgelmusik an der Vonbank-Orgel von Piber meisterlich spielen hören. Der gebürtige Niederländer Tamminga ist Organist an der Basilika San Petronio in Bologna, spielt regelmäßig mit dem „Orchester des 18. Jahrhunderts" und „Concerto Palatino" und gibt Gastspiele in ganz Europa, den USA und Japan.
In Piber hat er zusammen mit Fabio TRICOMI aus Catania, I. musiziert. Fabio Tricomi hat sich als Multi-Instrumentalist Dudelsack, Laute, Tamburo und anderen Instrumenten) in das Konzertmotto „Alles, was atmet, lobe den Herrn!" beeindruckend klangvoll eingefügt.
Patronanz: FA. SAUBERMACHER
Zum Abschluss der diesjährigen Kirchenkonzertserie MUSICA SACRA PIBER konnten wir so etwas wie ein "kirchenmusikalisches Erntedankfest" erleben:
Unter dem Leitwort „NUN DANKET ALLE GOTT“ erklangen in meisterhaft kongenialem Zusammenspiel „ORGEL plus OBOE“ – entsprechend dem Jahres-Motto 2008: „ORGEL PLUS“ !
P. DDDr. Rupert Gottfried FRIEBERGER, Praemonstratensermönch und Maestro der Kirchenmusik im oberösterreichischen Stift SCHLÄGL, vielfach ausgezeichneter und international auftretender Konzertorganist, hat gemeinsam mit der Oboistin Elisabeth HIRSCH selten zu hörende Werke von F. GEMINIANI, FROBERGER, J. S. BACH u.a. und auch die von ihm selbst komponierten „Vier Choralmeditationen für Orgel und Oboe“ interpretiert. Der Künstler und die Künstlerin haben mit dem gleichen Programm im heurigen Sommer auch ein viel umjubeltes Konzert in der Kathedrale von Brüssel gegeben.
Wir danken dem Patronanzgeber, dem KULTURREFERAT der STADTGEMEINDE KÖFLACH, für die Unterstützung dieses letzten MUSICA SACRA Abends im Jahr 2008!
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