Vonbank-Orgel |
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| Mag. Johann Fuchs / Donnerstag, 11. September 2008 | |
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Walter VONBANK, Orgelbaumeister aus Triebendorf bei Murau, schreibt in der Orgelfestschrift von 2002:
"In einem konstruktiven Prozess haben wir die optische und klangliche Gestalt der neuen Orgel für die Pfarrkirche Piber erarbeitet. Unser Weg, der von Kreativität und Gesprächsbereitschaft gekennzeichnet war, führte uns, auch über Umwegen, zum Ziel: 20 unterschiedliche Register mit 1436 klingenden Pfeifen, Blei, Zinn, Messing, Stahl, Fichte, Zirbenholz, Leder, Filz, Glas ... unter ein „Dach" zu bringen, zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen.
Zeitgenössisches Design im historisch gewachsenen Sakralraum - unsere VONBANK-ORGEL
Hauptwerk: Brustwerk: (Lautstärke regulierbar) Bourdon 16' Gedeckt 8' Principal 8' Principal 4' Rohrflöte 8' Rohrflöte 4' Gamba 8' Sesquialtera 2 2/3'2fach Octave 4' Waldflöte 2' Spitzflöte 4' Mixtur 1 1/3', Auszug 1 1/3' Quinte 2 2/3' Dulcian 8' Terz 1 3/5' Superoctave 2' Mixtur 1 1/3' 4 fach Trompete 8' Tremulant Pedal: Subbaß 16' aus HW Koppeln II/I, I/P, II/P als Zug und Tritt wechselweise Principal 8' aus HW Oktav 4' Posaune 16'  Â
 Unser Ziel ist es Orgeln zu bauen, die zeitgemäßes Design und moderne Technik mit altbewährten Verarbeitungsmethoden, im Sinne der Jahrhunderte alten Orgelbautradition, vereinen. Die Orgel für Piber ist zur Gänze in unserer Werkstatt hergestellt worden. Die Erkenntnisse jahrelanger Beschäftigung mit historischem Pfeifenmaterial haben wir mit zeitgemäßer Produktionsform und Klangvorstellung in unserer Metallpfeifenwerkstatt verschmolzen. Die Pfeifenbleche sind auf Stärke gegossen worden. Aus den Blechen wurden die Mantelabwicklungen der Pfeifen so zugeschnitten, dass die großen Pfeifen aus stärkerem, die kleinen aus dünnerem Material sind und in den Pfeifen das Material Richtung Fuß- Labialbereich stärker ist. Dadurch wird die Pfeife dort, wo sie tragen muß, stabiler und im oberen Bereich leichter. Die Bleche wurden nach dem Guss gewalzt, um die Oberfläche glatter und die innermolekulare Struktur härter zu machen. Die Zungen wurden ebenfalls von uns hergestellt. Die Kehlen machen wir aus Messing. Jeder Ton hat wie bei den Labialpfeifen seinen Durchmesser und seine Länge. Alle Zungenbecher wurden in voller Länge gebaut. Die von uns verwendeten Hölzer wurden in geeigneten Mondphasen geschlägert, gestapelt und vor der Verarbeitung 4 bis 10 Jahre gelagert. Christoph Bargher (Mechaniker & Zimmermann) war für Entwicklung und Herstellung der Metallteile für die Mechanik sowie für Zimmererarbeiten zuständig; Armin Fötschl (Tischlermeister) hat das Gehäuse gebaut sowie die Registermechanik geplant und realisiert; Andreas Leitner (Orgelbauer, in unserem Betrieb ausgebildet) war bei der Herstellung von Windanlage und Spieltisch beteiligt; Gebhard Palli (Orgelbauer, in unserem Betrieb ausgebildet) hat die Windladen gebaut und arbeitete bei der Herstellung der Metallpfeifen mit; Peter Skrinjar (Orgelbaumeister) hat geplant sowie den Spieltisch, die Traktur und die Windanlage hergestellt; meine Frau, Mag. Uli Vonbank-Schedler, hat mitgeredet und die Ideen in Entwürfe umgesetzt; Christian Ferchner, Ottilie und Kaspar Vonbank haben diverse Arbeiten erledigt und ich habe den Rest gemacht. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Team bedanken. Nur mit dem Können und dem Einsatz aller war es möglich, diese Orgel so herzustellen - Form, Klang und Spielbarkeit in so hoher Qualität zu produzieren. Danke! Freude und Enthusiasmus waren die vorherrschenden Stimmungen beim Arbeiten, beides kann vom Organisten zum Klingen gebracht werden und zum Lobe Gottes die Pfarrgemeinde für Generationen begleiten." |
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